Ernst Wildhagen, 1. Vorsitzender, bringt es auf den Punkt: „Nachdem in den letzten Jahren viel in das Tierheim investiert wurde, war 2025 ein relativ normales Jahr. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir keine Tiernotfälle hatten“. So wurden über 200 Tiere aufgenommen. Dabei waren die Zahlen der Fund- und Abgabetiere mit den letzten Jahren vergleichbar. Etwas geringer waren die Beschlagnahmungen und ausgesetzten Tiere.
Anfragen von Veterinärämtern, um beschlagnahmte Tiere aufzunehmen, erhält der Verein nicht nur von der Stadt und der Region Hannover, sondern auch darüber hinaus, zum Beispiel aus Hameln, Burgdorf und Hildesheim. Im Tierheim ist nicht genug Platz, um alle Tiere aufzunehmen. „Aber wir versuchen natürlich trotzdem zu helfen“, so Wildhagen.
Das Thema Kostenerstattung für Fund- und ausgesetzte Tiere ist immer noch unzureichend, aber es bewegt sich in die richtige Richtung. Die Städte Barsinghausen und Gehrden hatten sich mit 15.000 Euro an notwendigen Investitionen beteiligt. Erbschaften gab es nicht, aber viele Spendenaktionen und dadurch ist die Finanzdecke weiterhin solide.
Neben vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern arbeiten im Tierheim aktuell vier Mitarbeiterinnen in Teilzeit sowie zwei Bundesfreiwillige. „Wer sich ehrenamtliche engagieren oder seinen Bundesfreiwilligendienst leisten möchte, kann sich direkt bei uns melden“, fordert Ernst Wildhagen auf.
Die Digitalisierung schreitet auch voran: ein neuer PC, Tablets, ein bargeldloses Bezahlsystem und eine umfangreiche Tierheimsoftware erleichtern die bürokratische Arbeit.
Bürgermeister Schünhof lobte die Arbeit aller Helferinnen und Helfer. Bei der Präsentation fand er die einzelnen vorgestellten Tierschicksale sehr interessant. Betrüblich fand er, dass es keine Bewerber vom Job-Center gab.
Für Frau Gebauer, 1. Gemeinderätin aus Wennigsen, ist Tierschutz ein ganz großes Anliegen. Dabei ist die Zusammenarbeit von Tierheimen und Kommunen ein wichtiges Fundament. Die Geschichte zu Wennigsen ist kompliziert, aber die Gespräche wurden wieder aufgenommen. Frau Gebauer versprach: „Wir wollen dieses Jahr zu einem guten Ergebnis kommen“.
Der Tierschutzverein spricht auch gleich noch eine Einladung aus: am 8. August 2026 ist der Tag der offenen Tür geplant.


